ON BEING A MEDIUM oder VERSUCH ÜBER DAS MEDIUM

Ich nehme an, die meisten von Euch haben den Film Rashomon von Akira Kurosawa gesehen : Ein Samurai und seine Frau treffen im Wald der Dämonen auf den Banditen Tajomaru. Der Samurai findet einen gewaltsamen Tod, seine Frau wird entehrt, der berüchtigte Bandit später durch Zufall von einem Polizisten gefangen genommen. Ein Holzfäller entdeckt die Leiche und erstattet Bericht. Vor Gericht hören wir zunächst den Banditen. Er beschuldigt sich selbst der Bluttat, wenngleich in einem ehrenhaften Duell. Nach ihm erzählt die Frau des Samurai ihre Version der Ereignisse, die stark von der des Banditen abweicht. Die dritte Aussage kommt dann vom toten Samurai selbst, der durch ein MEDIUM seine Sicht der Ereignisse kommuniziert. Es ist genau diese Szene, die als Ausgangspunkt meines Vortrags dient:

rashomon

Die Frau übermittelt die Worte des toten Samurai durch ihren Körper – so wie Luft durch eine Shakuhachi strömt –, sie ist ein Vehikel, ein Instrument – ein Medium. Sie richtet nicht – das überlässt sie dem Richter –, sie interpretiert oder zensiert die Worte nicht, die ihren Mund verlassen. Sie spricht nicht selbst, es wird durch sie gesprochen. Ihre Rolle ist eine bescheidene und demütige, erfordert aber Expertise und besondere Fähigkeiten.

Wollte man das gerade Gesagte in Beziehung zu unseren zeitgenössischen Medien setzen, müsste man über viele Dinge sprechen. Ich möchte es aber dabei belassen, darauf hinzuweisen, dass – im Gegensatz zu unserem Medium hier – die Medien insofern falsch spielen, als sie Subjektivität (sehr oft, intentional oder nicht) als Objektivität verkaufen. Oder anders gesagt, der Mainstream – der per se nichts mit der Wahrheit zu tun hat – wird ganz subjektiv als objektiv dargestellt.

Diese Frau hier tut das nicht, sie ist bescheiden. Indem sie dem Richter die Aussage des Samurai, der nicht (mehr) für sich selbst sprechen kann, übermittelt, ohne sie zu manipulieren, erfüllt sie eine bestimmte Funktion in ihrer Gesellschaft. Sie verkörpert ein Phänomen, das in unterschiedlichen Formen in jeder Gesellschaft (wahrscheinlich) existiert. Man kann sie Hexe nennen, bruja, witch, magicienne oder Schamanin, etc.

Ein Zitat zum Begriff “Schamane” aus der Routledge Encyclopedia of Social and Cultural Anthropology, edited by Alan Barnard and Jonathan Spencer:

” [T]he ‘shaman’ (man or woman) occupies a central position in ritual and religious practices. He or she is the mediator between the human world and the world of spirits, between the living and the dead, and between animals and human society. Endowed with clairvoyance and assisted by helper spirits, a shaman fulfills many social and religious roles including those of soothsayer, therapist and interpreter of dreams. (…) At major transitions in the life cycle and in the cycle of seasonal activity, as at times of crisis, disorder, war, famine or illness, the shaman give services to the group (freely), and to individuals (with some expectation of return).”

Ein weiteres Zitat zur Abrundung der Charakterisierung der Rolle eines Schamanen – von der Anthropologin Joan Halifax – In: Fiona Bowie: The Anthropology of Religion:

“The shaman, a mystical, priestly, and political figure, (…) can be described not only as a specialist in the human soul but also as a generalist whose sacred and social functions can cover an extraordinarily wide range of activities.”

Es gibt ganz bestimmt Musiker und Musikerinnen, auf die diese Definitionen – ganz oder teilweise – zutreffen. Es gibt ganz bestimmt auch Individuen, die Ideen des Schamanismus missbrauchen um Geld zu verdienen. Und es gibt Individuen, die in ihrem Tun “schamanistisch” agieren – vor allem in ihrer sozialen Rolle – und die sich selbst nicht so definieren oder benennen würden. Letzteres hat direkt mit THEORAL zu tun, denn ein solcher Nichtschamane war – um in der Diktion zu bleiben – mein Initiator in den Musik-Kult.

THEORAL hat mit Schamanismus insofern zu tun, als ich mir die Praktik oder die Technik, ein Medium zu sein, von ihm leihe – jedoch nur in Analogie : die Intensität der Trance ist eine ganz andere. Meine Arbeit ist es, Gespräche zu führen, die zu Texten werden. Dabei versuche ich Räume zu erschaffen, in denen bereits existierende Ideen artikuliert UND neue Ideen fabuliert werden können. Es ist ein Versuch – wie Michael Zerang in theoral no. 7 über seine Art des Musikmachens gesagt hat – to put our egos aside, also ein Versuch, das Ego, das vielleicht gerne interpretieren und anpassen möchte, hintanzustellen, und gleichzeitig den Sprecher oder die Sprecherin zu ermutigen zu sprechen.

Wenn ein Buch entsteht bin ich von den Gedanken meiner Gesprächspartner und Gesprächspartnerinnen sozusagen besessen : Ich schreibe alles nieder, so wie es mir gesagt wurde. Meine Komplizin Karin Weinhandl interpretiert die Inhalte graphisch und subjektiv, natürlich, und sie besorgt aus der Natur das feine Kleid des Mediums. Wie vorhin im ersten Zitat über die soziale Rolle des Schamanen angedeutet, bekommt die Gruppe – über Bibliotheken – dieses “Service” for free – Individuen bitten wir um eine kleine Entschädigung um unsere Kosten decken zu können.

Die Schamanin in Rashomon dient als Vorbild für THEORAL. Wir überliefern eine Stimme : VOICE, um im anglophonen theoretischen Jargon zu bleiben – aber dazu später. Zwar vermitteln wir nicht aus dem Reich der Toten, aber zumeist Stimmen von Menschen, die außerhalb ihrer Szenen oder Milieus nicht oder nur wenig gehört werden.

In unserer Art zu arbeiten, leihen wir aber nicht nur von “schamanistischen” Praktiken, sondern auch von einer anderen “archaischen Praxis” – dem Improvisieren von Musik. Die Gespräche werden geführt wie ein Konzert gespielt wird – nicht wie eine Probe! Am Wichtigsten ist das Zuhören. Fragen und Aussagen in der Konversation entstehen vorwiegend aus dem Kontext, den die Gegenüber kreieren – und umgekehrt. Die Gespräche beginnen oft beiläufig, manchmal mit einer Einstiegsfrage.

Die beiden Felder Schamanismus und improvisierte Musik setze ich nicht nur in Beziehung zu THEORAL sondern auch zueinander. Ihre soziale Bedeutung sowie ihre Praktiken begreife ich als verwandt – wie eng, hängt im Einzelfall vom Selbstverständnis der Beteiligten ab. Die Gemeinsamkeiten zwischen improvisierter Musik und schamanischen Praktiken herauszuarbeiten, ohne dabei ins Esoterische abzudriften, ist wahrscheinlich schwierig, sollte aber nicht unversucht bleiben.

Ein Zitat aus theoral no. 12 von Hamid Drake:

“… the musicians are involved in the active inactive process of the awakening of other beings. They’re active because they have the conscious awareness of it but they’re inactive because they know that they themselves aren’t necessarily the doer. They’re being done, it’s been done through them, they’re open enough, they allow that energy to flow through them, they don’t try and control the energy, it flows through them. And then the energy does whatever it has to do. But the energy is flowing through the people who are listening too, because it’s one energy, it’s the same energy.”

Die Energie, die durch uns als Medium fließt, sind die Gedanken unserer Gesprächspartner sowie das, was sie mit dem/der LeserIn machen (können) – die Inspiration (im besten Falle). Wie gesagt, wir kontrollieren nicht, was wir publizieren, wir lassen es durchganz so wie die Musik durch die Lungen, Arme und Beine des Menschen fließt, der ihr mit seinen musikalischen Fähigkeiten einen Sound verleiht.

Auch wenn es nicht wahr ist, was wir publizieren – in dem Sinne, dass es in Wirklichkeit nicht geschehen ist oder nicht gesagt oder getan wurde – bleiben wir als Medium ehrlich, oder so ehrlich wie möglich, indem wir einfach weitergeben, was der/die Sprecherin sagen möchte. So wie das Medium in Rashomon vielleicht auch eine Lüge weitergibt, weil es dem toten Samurai nicht um das geht, was wirklich passiert ist, sondern nur darum, seine Ehre zu retten, selbst aus dem Reich der Toten.

Nebenbei : Die Autobiographie von Max Ernst trägt den Titel

Biographische Notizen (Wahrheitsgewebe und Lügengewebe)

Solche Ideen entstehen beim Hören von Musik und dem Nachdenken darüber. In meinem Falle ist es primär improvisierte Musik – unbedingt LIVE! Dazu kommt die selbstverständliche teilnehmende Beobachtung im musikalischen Feld und meine Beschäftigung mit Sozial- und Kulturanthropologie. THEORAL ist somit als eine Synthese dieser Disziplinen zu verstehen. Oder anders gesagt : die Erfahrung von Kunst wurde von anthropologischem Denken geformt. (Nicht nur die Erfahrung von Kunst, auch aller anderer Aspekte des Lebens).

Jane K. Cowan, drückt etwas sehr Grundsätzliches dieser Wissenschaft im Kontext von Menschenrechten und Multi-Kulturalismus folgendermaßen aus:

Jane K. Cowan: Culture and Rights after Culture and Rights. In: American Anthropologist. Vol 108, No. 1. March 2006.

“Anthropologists, even more than other social scientists, are concerned with ‘WHAT IS.’ Our foremost task is descriptive: We address the empirical, although this cannot be grasped except through the terms of a prior social theory. There is, thus, necessarily a dynamic back-and-forth movement between theory and data, requiring incessant critical reflection on our conceptual tools. (…) anthropologists investigate how rights and cultural claims actually operate in the real world, NOT how they should operate, (…). Political philosophy, in contrast, is concerned primarily with “what ought to be.”

Dieser Zugang, zuerst das zu beobachten und dem zuzuhören, was da ist, und es dann zu beschreiben bzw. weiterzugeben ist ein Grundgedanke von THEORAL. Es geht uns nicht darum, zu vermitteln, was sein könnte oder wie etwas sein sollte oder welches Konzept am besten passen würde, etc. sondern um die Überlieferung der Haltung eines bestimmten Menschen zu einer bestimmten Zeit zu seiner Umwelt. Und wir geben auch darauf acht, das WIE der Kommunikation nicht zu vereinfachen.

Ich möchte nun wieder zu dem Begriff VOICE zurückkehren, den ich durch den Anthropologen Arjun Appadurai für mein Denken entdeckt habe. Zuvor aber ein Ausschnitt aus einem Gedicht von W. H. Auden :

September 1, 1939

(…)

All I have is a voice
To undo the folded lie,
The romantic lie in the brain
Of the sensual man-in-the-street
And the lie of Authority
Whose buildings grope the sky:
There is no such thing as the State
And no one exists alone;
Hunger allows no choice
To the citizen or the police;
We must love one another or die.

Die Idee, eine Stimme zu haben, sie zu für sich selbst zu beanspruchen und sie zu benutzen, führt uns zu größeren politischen Zusammenhängen :

Arjun Appadurai publizierte im Sammelband “The Future As Cultural Fact” eine Reihe von Essays über urban poor, slum and shack dwellers in Mumbai bzw. über die NGOs, die sich aus diesen Gesellschaften heraus gebildet haben. Er beschreibt ihre Strategien, die sehr schlechten Lebenskonditionen in den Slums zu verändern. In der Theorie hört sich das folgendermaßen an:

“(…) the very poor, in any society, tend to oscillate between “loyalty” and “exit” (whether the latter takes the form of violent protest or total apathy). Of course, the objective is to increase the capacity for the third posture of “voice,” the capacity to debate, contest, inquire, and participate critically.”

So wie sehr vieles ist auch VOICE in unserer Gesellschaft ungleich verteilt. Die Stimme, die man VON UNTEN zur Verbesserung der eigenen Umstände erhebt, wird meist überhört oder gar unterdrückt. Um dem Widerstand zu leisten und seine Stimme hörbar zu machen, sind bestimmte Methoden der Selbstorganisation und Selbstermächtigung notwendig. Appadurai beschreibt in seinen Essays positive und erfolgreiche – wenn auch  noch immer von tiefer Armut und täglichem Überlebenskampf geprägte – Entwicklungen von self-empowerment :

Zum Beispiel wie die Slumbewohner
– ihre Identität und Zugehörigkeit zu ihren Slumvierteln erkennen und versuchen, ihren informellen gegen einen eher formellen Status tauschen, zum Beispiel indem sie Karten anlegen, den Hütten und kleinen Häusern Adressen zuteilen und sich selbst eine Postkarte schicken.
Er beschreibt weiters
– wie SlumbewohnerInnen gegen Räumungen durch Investoren bzw. Umsiedelungen Widerstand leisten und
– wie sie eine einfache Infrastruktur aufbauen – vor allem Sanitäranlagen installieren, u. v. m.

Ich möchte noch einmal betonen, dass die NGOs (mehr Info siehe unten), die mittlerweile auf internationaler Ebene agieren, keine westlichen Organisationen mit westlichen Konzepten sind, die in eine bestehende Gesellschaft eindringen, ganz im Gegenteil, sie sind aus den informellen Gesellschaften selbst hervorgegangen – auch eine Art, das wertzuschätzen WAS IST. Die SlumbewohnerInnen selbst – und das halte ich für sehr sehr wichtig – werden als DIE “SpezialistInnen” für die Aufgabe gesehen, die Situation in den Slums zu verändern.

Was hat das nun mit THEORAL zu tun?

Ich denke, wir stehen genau in dieser Tradition der Selbstermächtigung, wenn auch auf einer ganz anderen Ebene. Beim Lesen von Appadurais Essays über die Praktiken der Selbstorganisation sind mir viele Ähnlichkeiten zu unserer Art zu arbeiten aufgefallen, sowie zu der “Freien Musikszene”. Die positive Bewertung der eigenen Identität, die erst die Idee einer Selbstorganisation entstehen lassen kann, ist ein charakteristisches Element der Szene. Folgende Überlegung des Saxophonisten und Komponisten Henry Threadgill ist fundamental für THEORAL:

“Who else … would be better suited to speak about this product [the music] than the instrument through which it appears? Surely, if such highly creative music can come from such minds, the same minds can give some insight about it and themselves in relationship” (In: George Lewis: A Power Stronger Than Itself).

Zusammenfassend kann also gesagt werden, dass THEORAL eine Stimme – oder VOICE – jener Künstlerinnen und Künstler ist, für die IMPROVISATION eine essenzielle Methode darstellt. Wir verwenden VOICE im Sinne Appadurais und Albert O. Hirschmann’s (auf den sich Appadurai in seinem Essay stützt) als “the capacity to debate, contest, inquire, and participate critically.” Mit den publizierten Reflexionen über die Verhältnisse des/der individuellen KünstlerIn zu Gesellschaft, Kunst und Politik, wollen wir alternative Wege beschreiben, wie man sich in den bedrängenden gesellschaftlichen Verhältnissen bewegen kann, oder ganz pathetisch formuliert : wie Kunst ein Vorbild für den Alltag sein kann.

Warum Improvisation?

Abgesehen davon, dass Improvisation eine Technik des Alltags ist, deren Intensität mit dem Maß an Prekarität ansteigt, ist sie auch eine Methode, sich – im Sinne Michel Foucaults –, nicht dermaßen regieren zu lassen. Ich möchte argumentieren, dass die meisten ImprovisatorInnen die Fähigkeit besitzen, oder nach dieser Fähigkeit streben, sich spontan UND künstlerisch auszudrücken – basierend auf Erfahrung, Arbeit, Wissen und der Vision der eigenen Poesie.

Improvisation ist nicht etwas, das nicht durchdacht oder nur schnell bricoliert oder “zusammengeschustert” ist – wie der alltägliche Gebrauch unserer Sprachen uns suggerieren will. Lassen wir uns nicht täuschen. Improvisation ist eine Kunstform und besitzt großes subversives Potenzial.

• Wenn man improvisiert, bringt man das EIGENE ins Spiel, oder zumindest die eigene Version dessen, was andere schon gedacht oder getan haben. Das mag auch für eine Komposition zutreffen. Was aber den Unterschied und gleichzeitig die Subversivität ausmacht, ist, dass Improvisation spontan passiert. Sie bejaht die eigene Identität und das eigene Potential. Stellt Euch ein Orchester vor, in dem eine einzelne Musikerin oder die ganze Blechbläser-Gruppe sich intuitiv dazu entschließt zu improvisieren anstatt den Noten und dem Dirigenten zu folgen. Oder ein Lichtmann im Theater; oder ein Busfahrer, eine Nachrichtensprecherin – oder alle anderen, die etwas tun, das nicht primär Ausdruck ihres Selbst ist.

• In der Improvisation versucht man so wenig wie möglich zu kontrollieren und so weit wie möglich den Gedanken zu folgen, die einem am nächsten sind. Dementsprechend steht Improvisation in direkter Opposition zu den meisten Praktiken unserer Gesellschaften, die gekennzeichnet sind von Kontrolle, Dominanz und Überwachung.

• Improvisation ist eine Technik zur Selbstermächtigung – um nicht dermaßen regiert zu werden. Sie ist eine Art Balanceakt zwischen unseren Wünschen und Ambitionen und den Ketten, die uns umgeben : ich meine damit die ideologischen, ökonomischen und eventuell religiösen Zwänge unter denen wir zu leiden haben. Sie ist eine Taktik – oder eine Praxis – sich Kontrolle und Überwachung zu entziehen und sich für einen Moment frei zu fühlen oder frei ausdrücken zu können.

Nach dieser éloge de l’improvisation möchte ich nun zu einem Ende kommen. Ich hoffe, ich konnte etwas aufhellen, wie THEORAL mit Rashomon, Schamanismus, Improvisation, Anthropologie, Poesie, Self-Empowerment, usw. korreliert bzw. andeuten wie die genannten Disziplinen zueinander in Beziehung treten/können.

Abgesehen von all diesen theoretischen und praktischen Überlegungen möchte ich noch ergänzen, was THEORAL im alltäglichen Leben sein soll – und teilweise schon geworden ist : Unsere Bücher sollen von HistorikerInnen, die sich mit der Geschichte der Szene und ihrer Musik auseinandersetzen wollen, als Quelle verwendet werden, und sie sollen als Inspiration und Ermutigung allen anderen dienen, die die VOICES hören wollen.

(auf wunderbare Weise FLASCHENPOST)

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Slum/Shack Dweller Intenational : http://knowyourcity.info

The Society for the Promotion of Area Resource Centers (SPARC) was formed in 1984 and began working with the most vulnerable and invisible of Mumbai’s urban poor – the pavement dwellers.

The National Slum Dwellers Federation (NSDF), founded in the mid 1970s, is a national organisation of community groups and leaders who live in slums and informal settlements across India.

Mahila Milan “Women Together” in Hindi—is a decentralised network of poor women’s collectives that manage credit and savings activities in their communities.

http://www.sparcindia.org/index.php

Literatur:

Appadurai, Arjun (2013). The Future As Cultural Fact. London, New York: Verso.

Barnard, Alan and Spencer, Jonathan (2002). Encyclopedia of Social and Cultural Anthropology. London and New York: Routledge.

Bowie, Fiona (2006). The Anthropology of Religion. An Introduction. Malden and Oxford: Blackwell Publishing.

Cowan, Jane K. (2006). Culture and Rights after Culture and Rights. American Anthropologist. Vol. 108, No. 1. Arlington.

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